Zucker: Warum es uns dick macht

Zucker

In all den Jahren, mit denen ich mich über Ernährung befasst habe, hat mich nichts so sehr fasziniert wie das Thema Zucker. Du musst verstehen, dass niemals Fett, sondern Zucker uns dick und dicker werden lässt. Jeder, der meine Tipps anwendet, wird merken, dass es gar nicht anders sein kein. Ich sage immer:

„Wer alles über Zucker versteht, der ist schon schlank“!

Und so ist es auch! Bitte merke dir diesen Spruch. Schreibe ihn auf. Mache ihn zu deinem Slogan. Schreibe ihn in dein Notizheft, in dein Tagebuch oder hefte ihn mit einem Tacker an deine Stirn. Wenn ein Satz das Potenzial hat, Menschen schlank zu machen, dann dieser.

Dieser Artikel ist Ausschnitt aus meinem Buch „Was uns wirklich dick macht„. Wenn du mehr über das Thema Abnehmen möchtest und die wirklichen Gründe kennen lernen möchtest, dann hole dir mein E-Book.

Ach ja: Vergiss alle Low-Fat-Produkte und Low-Fat-Diäten! Diese sind es nicht, die den Menschen dick machen, sondern Zucker. Bleib dran. Ich nehme dich mit auf eine spannende Reise des Zuckers, der in den Tiefen unseres Körpers sein Unwesen treibt und großen Schaden anrichten kann.

Zucker liefert unserem Körper Energie

Zucker ist Energielieferant Nummer 1 für unseren Körper. Wer schon einmal während einem auspowerndem Ausdauersport Zucker, z. B. in Form eines Riegels zu sich genommen hat, weiß, wovon ich rede. Der Körper bekommt sofort einen neuen Energieschub und man merkt deutlich, wie man wieder etwas Kraft bekommt. Somit ist Zucker ein wichtiger Energielieferant für den Körper.

Low Carb Diäten senken den Zuckerkonsum soweit herunter, dass der Körper den fehlenden Zucker nicht mehr als Energiequelle nutzen kann. Ihm bleibt also nichts anderes übrig, als andere Energiequellen zu nutzen. Deshalb greift er die eigenen Fettreserven an. Man nimmt infolge dessen schnell ab. Trotzdem ist Low Carb in den meisten Fällen schlecht und absolut nicht zu empfehlen. Man muss dem Körper die Kohlenhydrate geben, die er benötigt. In diesem Artikel über Low-Carb erkläre ich dir, wieso Low-Carb schädlich für dich sein kann.

Jetzt ist eher die Frage, welchen Einfluss Zucker auf unseren Sttoffwechsel hat. Hier muss unbedingt zwischen natürlichem Zucker und Haushaltszucker unterschieden werden. Weiterhin gibt es verschiedene Zuckerzusammensetzungen. Hier unterscheidet man zwischen Einfachzucker, Zweifachzucker, Mehrfach- und Vielfachzucker.

Einfachzucker, Zwei- und Mehrfachzucker und Vielfachzucker

Einfachzucker besteht aus einem einzigen Zuckermolekül. Diese einzelnen Zuckermoleküle gelangen schnell in die Blutbahn. Bild 1 zeigt einzelne Zuckermoleküle, bzw. Glucosemoleküle (Zuckermolekül = Glucosemolekül)

Zuckermolekül, Einfachzucker,, Glucosemolekül

Mehrfach- und Vielfachzucker bestehen aus mehreren Zuckermolekülen (Mehrfachzuckermolekül im Bild 2). Sie gelangen nur langsam nach und nach ins Blut. Das ist logisch, denn diese müssen erst in einzelne Zuckermoleküle gespalten werden.

Zuckermolekül, Mehrfachzucker,, Glucosemolekül

Für das bessere Verständnis kann man sich ein Würfelzucker vorstellen. Kann man Würfelzucker trinken? Natürlich nicht. Der Würfel muss sich zuerst in einem Glas Wasser in kleine Teile auflösen. Erst danach kann man ihn trinken, ohne, dass er im Hals stecken bleibt. Ähnlich verhält es mit Einfachzucker und Vielfachzucker. Der Einfachzucker kann sofort vom Körper aufgenommen werden. Er ist der schnellste Energielieferant. Bild 3 zeigt eine bildliche Darstellung von Einfachzuckermolekülen, die schnell in die Blutbahn gelangen. Es können auch viele Einzelmoleküle auf einmal in die Blutbahn gelangen.

Zuckermolekül, Einfachzucker, Blutbahn

Das nächste Bild (Bild 4) zeigt Mehrfachzuckermoleküle. Sie können nicht auf einmal in das Blut gelangen. Sie müssen zuerst in einzelne Moleküle gespalten werden. Das dauert viel länger.

Mehrfachzucker, Blutbahn

Der Stoffwechsel wird bei Einfachzucker stark belastet, da bei hohem Konsum von Lebensmitteln mit Einfachzucker viele Zuckermoleküle auf einmal in die Blutbahn gelangen. Das ist einer der Hauptgründe bei Übergewicht, worauf ich später nochmal zurückkomme. Warum ist das alles wichtig, wenn man nur abnehmen möchte? Es geht darum, zu verstehen und sich ein für alle Mal einzuprägen, wie Zucker in unserem Körper wirkt. Jeder sollte begreifen, dass Einfachzucker aus chemisch hergestellten Lebensmitteln wie Haushaltszucker, Fructose-Glucose Sirup und Weißmehlprodukten schnell in die Blutbahn gelangen und sie zu den Hauptgründen für Übergewicht zählen. In Bild 3 sieht man 2 Zuckermoleküle, die auf einmal in die Blutbahn gelangen. In der Realität sind es natürlich viel mehr als nur 2. Und jetzt ist ganz wichtig zu wissen: Genau das passiert NUR bei unnatürlichen, chemisch hergestellten Lebensmitteln. Dazu gehören vor allem Weißmehlprodukte, Haushaltszucker und Fructose-Glucose Sirup! Diese isolierten Einfachzucker aus diesen unnatürlichen Lebensmitteln führen zielsicher zu Übergewicht.

Welche Lebensmittel sollte man vermeiden

Ganz anders sieht es bei natürlichen Lebensmitteln aus. Bild 4 zeigt mehrere aneinanderhängende Zuckermoleküle. Langsam wird ein Molekül nach dem anderen gespalten und ins Blut abgegeben. Dieses kommt vor allem bei natürlichen Lebensmitteln wie Vollkornprodukten vor. Was das genau für dich bedeutet, werde ich im nächsten Kapitel ausführlich erklären.

Zusammengefasst kann man also sagen, dass unnatürliche, künstliche Lebensmittel aus Einfachzucker (Bild 3) bestehen und ein häufiger Grund für Übergewicht sind.

Natürliche Lebensmittel dagegen (Bild 4) bestehen meist aus Mehrfach- oder Vielfachzucker und führen nicht zu Übergewicht. Folgende Lebensmittel solltest du lieber vermeiden:

  • Weißmehlprodukte
  • Süßigkeiten
  • Haushaltszucker
  • Reis (außer Wild- und Naturreis)
  • Lebensmittel mit Glucose-Fructose Sirup
  • Fertiggerichte
  • Kernobstsorten, die kernlos gezüchtet wurden
  • Säfte aus dem Supermarkt

Folgende Lebensmittel darfst du essen:

  • Alle natürlich wachsenden Lebensmittel (Ja, auch Kartoffeln!)
  • Wild- oder Naturreis
  • Alle Vollkorngetreideprodukte
  • Honig

Bis jetzt war das Hauptmerk mehr auf Haushaltszucker und Mehlprodukte gerichtet. Doch wie sieht es eigentlich mit Obst und Naturprodukten wie Honig aus? Man weiß heute, dass Obst, genau wie auch Haushaltszucker aus Einfachzuckern besteht. Da kommt doch gleich der Gedanke, dass Obst schlecht sei, da Einfachzucker bekanntlich dick macht. Zumindest hält sich das Gerücht mit der Banane. Jeder Abzunehmende weiß, dass man Bananen lieber vermeiden sollte, wenn man abnehmen möchte. Ist da wirklich was dran? Natürlicher Zucker, wie z. B. der aus dem Obst wirkt trotzdem ganz anders als bei Haushaltszucker. Beide wirken sich unterschiedlich auf unseren Stoffwechsel aus. Deshalb möchte ich die Unterschiede anhand einer kleinen Geschichte erzählen. Danach sollte auch das mit der Banane ein für alle Mal geklärt sein.

Natürlicher Zucker – die Reise durch unseren Körper

Lieber Leser, liebe Leserin. Es tut mir furchtbar leid, dass ich dich mit diesem langweiligen Gerede über Ernährung genervt habe. Ich verstehe, dass du nur abnehmen möchtest und nach einer Lösung suchst. Aber es ist zwingend notwendig, dass man sich auch theoretisches Wissen aneignet. Man muss einfach wissen, wie der Körper funktioniert, um erfolgreich und langfristig abzunehmen.

Kennst du den dicken Fritz? Wenn nicht, dann wirst du ihn jetzt kennen lernen. Fritz zeigt dir jetzt, was Zucker mit deinem Körper macht und was in deinem Körper so alles passiert, wenn du Zucker isst.

Fritz wollte immer schon mal abnehmen und endlich sein Wunschgewicht erreichen. Aber leider hat es einfach nie so richtig funktioniert, da Fritz gerne viele Süßigkeiten isst. So auch an diesem Nachmittag. Fritz macht wie jeden Nachmittag seinen Spaziergang und kommt an einem Apfelbaum vorbei. Die saftigen Äpfel lachen den dicken Fritz an, so, dass Fritz nicht widerstehen kann. Er pflückt sich den größten Apfel und beißt einen riesigen Happen dieser köstlichen Frucht ab. Der Apfel wird nun mit knirschenden Zähnen zerkaut und wandert danach in den riesigen Magen von Fritz. Hier wird die Frucht noch mehr verfeinert und wandert dann weiter Richtung Dünndarm.

Fritz bekommt davon natürlich nichts mit, da er immer Bisse in den Apfel beißt. In seinem Dünndarm dagegen wird hart gearbeitet. Jetzt werden die im Apfel enthaltenen Zuckermoleküle (Glucose) über die Darmwand vom Körper aufgenommen. Sie wandern ins Blut und werden weiter zur Leber transportiert. Die Leber schnappt sich die Zuckermoleküle und gibt Sie nach und nach in die Blutbahn ab. Und warum tut Fritz seine Leber das? Ganz einfach. Die Leber von Fritz sorgt sich schrecklich um den armen Fritz. Fritz soll immer mit Energie, also mit Zucker (Glucose) versorgt sein, damit er 24 Stunden am Tag glücklich und gesund sein kann und Energie hat.

Das kommt Fritz gerade recht. Dabei möchte die Leber dem Fritz immer nur so viel Zucker geben, wie er gerade benötigt. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Jetzt kommt natürlich noch das Insulin ins Spiel. Insulin wird ausgeschüttet, wenn der Blutzuckerspiegel steigt, was bei Fritz mehrmals täglich passiert. Der Blutzuckerspiegel steigt aber natürlich nur dann, wenn Zucker, also Glucose ins Blut gelangt.

Kannst du mir soweit folgen? Hier nochmal die Kurzfassung: Der Blutzuckerspiegel steigt nur dann, wenn Zucker ins Blut gelangt. Das Insulin hat die Aufgabe, diesen erhöhten Blutzuckerspiegel wieder zu senken.

Bei Fritz ist das durch den Apfel passiert, da der Apfel neben Fructose (Fruchtzucker) auch Glucose enthält. Das Insulin transportiert den Zucker (Glucose) aus dem Apfel durch die Blutbahn und lagert es dort ab, wo es gebraucht wird. Etwas in die Muskeln, um Muskelarbeit verrichten zu können.

Etwas zum Gehirn, um klar denken zu können und auch etwas in die Nieren. Aber was passiert, wenn alle Speicher voll sind? Wenn Gehirn, Muskeln und alle anderen Organe mit Zucker versorgt sind und man einen Zuckerüberschuss hat? Wird der überschüssige Zucker dann einfach ausgeschieden?

Wird zu viel Zucker ausgeschieden?

Irgendwann sind alle Speicher voll. Denn Fritz seine Muskeln und Leber können natürlich nur eine bestimmte Menge an Glucose speichern. Fritz hat aber einen riesen Hunger gehabt und hat gleich noch 3 weitere Äpfel gegessen. Er hat also viel mehr Energie zu sich genommen, als er benötigt. Was passiert also mit dem Zucker, welches Fritz zu viel aufgenommen hat? Wird es einfach ausgeschieden? Leider nein, denn das wäre zu schön. Denn so könnte Fritz endlich sein Wunschgewicht erreichen.

Zuerst wird der Zucker überall dorthin gesendet, wo Fritz ihn braucht. Wenn danach noch etwas von dem Zucker übrig ist, wird dieser Zucker in Form von Glykogen in sogenannte „Energiespeicher“ gelagert. Diese befinden sich in der Leber und in den Muskeln. Geht dem armen Fritz bei einer anstrengenden Radtour die Energie aus, greift sein Körper die Energiespeicher an. Er holt sich das Glykogen aus seinem Energiespeicher (also aus der Leber und Niere) und spaltet Sie wieder zu Glucose auf. Diese Glucose verwendet der Körper nun, um dem schlappen Fritz wieder neue Energie zu geben, damit Fritz die letzten 50 Meter zu seinem Haus noch schafft. Die 50 Meter zu seinem Haus schafft er ja noch, da seine Leber immer wieder Zucker ins Blut abgibt, damit Fritz nicht plötzlich schlappmacht.

Soviel zu der Aufgabe des natürlichen Zuckers in unserem Körper. Hauptsächlich dient der Zucker also als Energiequelle für unseren Körper. Doch was genau unterscheidet sich in diesem ganzen Ablauf bei Haushaltszucker, also chemisch hergestelltem Zucker?

Unnatürlicher Zucker – Die Reise durch unseren Zucker

Schauen wir uns noch einmal Fritz an, der sich nun über ein paar Donuts hergemacht hat. Das Fritz unheimlich großen Appetit auf die Donuts bekommen hat, dafür kann er natürlich nichts. Was liegen sie auch einfach so da herum? Da sich Fritz gerade in einer Diät befindet, schwört sich, dass dies die wirklich letzte Ausnahme ist. Danach wird er sich beherrschen und schnell abnehmen. Doch was passiert jetzt in Fritz Körper mit dem künstlich hergestellten Zucker?

Die Donuts werden verdaut und landen schließlich im Dünndarm. Genauso wie auch beim Apfel. Etwa 2 Stunden nach dem Verzehr der Donuts, bekommt Fritz plötzlich einen Bärenhunger. Auch bekannt als „Heißhunger“. Und zwar nicht nach Äpfeln oder gesunden Nahrungsmitteln, sondern nach Süßigkeiten mit viel Zucker. Fritz versteht die Welt nicht mehr. Seine letzte Mahlzeit ist doch erst 2 Stunden her. 3 Donuts hatte er gegessen. Die müssten doch für mindestens 4 bis 5 Stunden lang satt halten. Trotzdem schreit sein Magen nach Nahrung. Fritz weiß nicht mehr weiter, er möchte doch so gerne abnehmen. Dabei überfällt ihn immer wieder dieser Heißhunger. Nun lieber Leser, kannst du dem armen Fritz helfen? Ich jedenfalls möchte das. Doch zuerst müssen wir dem verzweifelten Fritz erklären, warum der Heißhunger immer und immer wieder zurückkommt. Ohne Aufklärung wird Fritz immer wieder die gleichen Fehler begehen.

Schauen wir uns also einmal an, was mit den Donuts passiert, nachdem sie im Dünndarm angekommen sind:

Die Donuts bestehen nur aus Einfachzuckern. Einfachzucker nennt man es, weil es sich bei Einfachzucker um die einfachste Form des Zuckers handelt. Das heißt, dass Einfachzucker aus nur einem einzigen Zuckermolekül bestehen.

Einzelne Zuckermoleküle können direkt in die Blutbahn weitergeleitet werden. Bei vielen aneinanderhängenden Zuckermolekülen (Vielfach- und Mehrfachzucker) müssen diese erst voneinander gespalten werden. Im Prinzip werden alle Mehrfachzucker zuerst in Einfachzucker, also in einzelne Zuckermoleküle gespalten. Erst dann können sie in die Blutbahn übergehen.

Für diese Aufspaltung benötigt der Körper Zeit. Nach und nach werden die Moleküle voneinander gespalten. Sobald ein Zuckermolekül von den anderen getrennt wurde, geht es in die Blutbahn über. Vorstellen kann man sich das wie eine Tür, in dem 2 Menschen auf einmal durchgehen wollen. Das funktioniert nicht. Es kann immer nur eine Person durch die Tür eintreten. Ein Beispiel zeigt folgende Grafik.

Zuckermoleküle, Glucosemoleküle, Uucker

Der Donut besteht aber nur aus vielen, vielen Einfachzuckern. Und hier ist das Hauptproblem für alle Menschen, die abnehmen wollen. Die einzelnen Zuckermoleküle können auf einmal in die Blutbahn geraten. In großen Mengen schwappen sie in die Blutbahn und gelangen zur Leber. Der Blutzuckerspiegel steigt sehr schnell an. In kurzer Zeit gelangt der Zucker in die Blutbahn. Dann kommt das Insulin in Spiel. Das Insulin hat die Aufgabe, den Blutzuckerspiegel wieder zu senken. Das Insulin schnappt sich die Glucosemoleküle und transportiert sie rasch ab. Die Glucose, also die Zuckermoleküle werden in Körper- und Organzellen transportiert, wo sie benötigt werden. Da durch die Donuts sehr viel Zucker auf einmal ins Blut gelangt ist, wird auch eine große Menge an Insulin ausgeschüttet.

Das Insulin

Und jetzt kommt eine einfache und logische Schlussfolgerung des Ganzen: Was schnell ins Blut gelangt, ist auch schnell wieder weg. Gelangt also viel Zucker auf einmal ins Blut, senkt das Insulin den Zucker auch rasch wieder. Genauso schnell wie der Blutzuckerspiegel gestiegen ist, fällt er auch wieder. Da im Blut nun wieder wenig Zucker vorhanden ist, meldet Fritz sein Magen, dass er wieder neue Nahrung braucht, da nur noch wenig Energie vorhanden ist. Durch den schnellen Blutzuckerabfall entsteht plötzlich ein großes Hungergefühl. Ja, Fritz hat wieder Heißhunger bekommen. Jedoch wusste er bis jetzt nichts davon. Erst nach dieser Aufklärung weiß er, dass Lebensmittel mit Einfachzucker schuld an seinem Heißhunger sind. In diesem Fall waren es die Donuts. Um es dir besser verständlich zu machen, habe ich das ganze anhand einer Grafik dargestellt.

Blutzuckeranstieg, Zucker

Die rote Kurve zeigt was passiert, wenn man Lebensmittel mit Einfachzucker isst. Im Fall von Fritz waren das die Donuts. Beim Verzehr von einem Donut steigt der Blutzuckerspiegel rasch an (rote Linie). Da das Insulin den Zucker im Blut schnell wieder abbaut, fällt die Kurve auch schnell wieder. Dort, wo die rote Linie die untere senkrechte Linie berührt, bekommt man wieder hunger. Man sieht also ganz deutlich, dass die Donuts schnell verdaut werden. Man wird also nach so einer Donut Mahlzeit schneller wieder hungrig.

Die blaue Linie sind Lebensmittel mit Mehr- und Vielfachzucker. Das sind vor allem Vollkornprodukte. Sie halten viel länger satt. Das liegt daran, dass die Vielfach- und Mehrfachzucker erst in Einfachzucker gespalten werden müssen. Das dauert viel länger und deshalb ist man auch länger satt.

Fritz versteht, wieso er Übergewichtig ist

Endlich ist Fritz aufgeklärt. Er versteht nun, dass hauptsächlich Produkte mit Einfachzuckern schuld an seinem ständigen Heißhunger sind. Fritz nimmt sich nun vor, ab jetzt auf Donuts, einfaches Weißbrot und ähnliche Produkte, die aus Einfachzuckern bestehen, zu verzichten.

Nun lieber Leser, ich hoffe, dass ich dir mit diesem Beispiel eindeutig den Unterschied zwischen den verschiedenen Zuckerarten klar machen konnte. Ich hoffe, dass du verstehst, dass alle Weißmehlprodukte deinem Körper beim Abnehmen schaden und dich sogar dick machen. Keine Ausrede, dass Nudeln, Weißbrot und süße Stückchen schmecken. Auch Roggenbrot und Vollkornprodukte schmecken sehr gut. Wenn nicht, dann kannst du dir sicher sein, dass du bereits Weißmehl-abhängig bist und deine Zunge nicht mehr dazu in der Lage ist, die natürlichen Lebensmittel als Schmackhaft zu empfinden.

Doch bleiben wir noch kurz bei dem Thema über Einfachzucker. Denn jetzt kommt das große ABER…!

Früchte bestehen auch aus Einfachzucker

Denn Früchte bestehen doch auch zu einem großen Teil aus Einfachzucker! Dann darf Fritz also keine Früchte mehr essen? Jetzt fällt es ihm wieder ein. Schon oft hat er gehört, dass er Bananen weglassen sollte, wenn er abnehmen möchte, da in Bananen viel Einfachzucker steckt. Jetzt ist Fritz noch verwirrter als davor. Muss er wirklich auf Obst verzichten? Obst ist doch ein Naturprodukt und solche darf man doch essen! Aber glücklicherweise können wir den armen Fritz trösten. Er muss nicht auf Obst verzichten. Auch nicht auf Bananen. Denn es gibt große Unterschiede zwischen industriell hergestelltem Einfachzucker und natürlichem Einfachzucker. Richtig ist, dass beide Einfachzucker enthalten. Jedoch liegen Einfachzucker in Obst und Naturprodukten in einer anderen Form vor. Einfachzucker aus Obst gelangt auch nicht so schnell ins Blut wie der aus industriell hergestelltem Haushaltszucker oder der aus Weißmehlprodukten. Und das liegt unter anderem an den Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen, die im Obst vorhanden sind. Diese müssen ebenfalls ins Blut gelangen und werden zwischen den einzelnen Zuckermolekülen immer wieder dazwischengeschoben. Es geht also langsam ein Zuckermolekül nach dem anderen ins Blut. Gleichzeitig bekommt der Körper die Vitamine und Mineralien, die er braucht, um abzunehmen. Weiterhin liegt der Unterschied in der Form des Zuckers. Einfachzucker aus Obst wird ganz anders vom Körper abgebaut, als der von Haushaltszucker. Dazu weiter unten mehr.

Zu viel Zucker macht dick

Kommen wir noch mal auf den dicken Fritz zurück. Fritz hat gelernt, dass Lebensmitteln mit viel Einfachzuckern schuld an seinem Heißhunger sind. Heißhunger führt dazu, dass er immer wieder Lust auf süßes bekommt. Somit isst er zu viel Zucker und das auch noch viel zu oft. Er nimmt also viel zu viel Zucker am Tag zu sich. Was passiert aber mit dem überschüssigen Zucker, den er zu sich nimmt?

Hier ist die Antwort: Der Körper wird den überschüssigen Zucker wie oben beschrieben, zuerst in sogenannte Energiespeicher lagern. Geht dem Fritz die Energie aus, kann sein Körper den Zucker aus diesen Energiespeicher weder verwenden. Aber irgendwann sind alle Energiespeicher voll. Was passiert danach? Was, wenn alle Energiespeicher voll sind und Fritz immer noch zu viel Zucker zu sich nimmt? Der Zucker muss schließlich irgendwohin hin! Wird er ausgeschieden? Nein, ausgeschieden wird überschüssiger Zucker nicht. Auch dieser Zucker wird der Körper einlagern. Da aber die Energiespeicher bereits voll sind, nutzt der Körper andere Energiespeicher. Es handelt sich um nichts anderes, als um unsere Fettdepots. Das sind die Fettpölsterchen, die Fritz seit langem versucht loszuwerden. Bei Fritz, sowie bei den meisten Menschen, sind diese Fettpölsterchen größtenteils durch zu hohen Zuckerkonsum entstanden. Nicht durch Fett!

Fritz versteht nun, dass zu viel Zucker nicht einfach vom Körper ausgeschieden wird, sondern In Form von Fett in die Fettpölsterchen landet. Es gilt also, dieses Fett irgendwie wieder loszuwerden, was mit diesem E-Book umsetzbar wird.

Der erste Schritt ist also, weniger Zucker am Tag zu essen, als der Körper benötigt. Nicht weniger Fett! Durch diese Vorgehensweise konnte Fritz sehr gute Abnehmerfolge verzeichnen. Es wird auch dir dabei helfen, dein Wunschgewicht zu erreichen.

Der große Unterschied zu Fructose (Fruchtzucker) und Glucose (Zucker)

Fruchtzucker wird oft sehr kritisch gesehen. Grund ist unter anderem folgender: Fruchtzucker selbst wird Insulinunabhängig ausschließlich in der Leber verstoffwechselt. Deshalb hat man bei Diabetikern bis 2010 überall Fruchtzucker in Lebensmitteln eingesetzt. So wird beim Verzehr dieser Lebensmittel kein Insulin ausgeschüttet. Was man nicht wusste: Bei zu viel Fruchtzucker, kann sich der Zucker allerdings in Neutralfette umwandeln. Das kann zu einer Fettleber führen und somit zu weiteren Krankheiten. Also hat man gesagt, dass Fruchtzucker schlecht ist. Deshalb hat man also kurz mal alle Früchte und besonders die mit viel Fruchtzucker als schlecht abgestempelt. Menschen haben aufgehört, Obst zu essen. Aus Angst vor Übergewicht und aus Angst davor, weil der Fruchtzucker schädlich sein soll. Aber hier lag ein gewaltiger Irrtum vor. Denn den Fruchtzucker, den man in den Diabetiker-Lebensmitteln hinzugefügt hat, war synthetisch hergestellter Fruchtzucker (unnatürlicher Fruchtzucker). Dieser bestand aus nur einem Zuckermolekül. Also reiner Fruchtzucker.

Obst hingegen besteht nicht nur aus reinem Fruchtzucker. Obst enthält neben Fruchtzucker (Fructose) auch Glucose (Zucker oder Traubenzucker). Diese 2 Zuckerarten im Obst sind also 2 Einfachzucker. Fructose ist ein Einfachzucker und Glucose ist ein Einfachzucker. Wir erinnern uns an Fritz, der kein Obst mehr essen wollte, weil Obst genauso wie die Donuts nur aus Einfachzuckern besteht. Der große Unterschied: Obst besteht also aus 2 Zuckerarten – der Fructose und der Glucose. Im Dünndarm findet nun eine Trennung/Spaltung statt. Der Fructose wird mühsam von der Glucose getrennt. Während die Glucose schon über die Darmwand in das Blut gelangt, wird der größte Teil der Fructose erst nach und nach weiter in die Leber geleitet. Erst hier wird die Fructose verstoffwechselt. Diese Spaltung der Fructose und der Glucose im Obst geht nur langsam voran. Reiner, künstlich hergestellter Fruchtzucker kommt natürlich in großer Menge in der Leber an. Aber nicht bei Obst! Obwohl Obst also aus 2 Einfachzuckern besteht, müssen diese erst einmal gespalten werden. Das geht langsam voran. Zusätzlich müssen noch die ganzen Vitamine usw. dazwischengeschoben werden. Es gibt beim Verzehr von Obst also keinerlei Bedenken. Beim Abnehmen solltest du deshalb auf gar keinen Fall auf Obst verzichten.

Was also dick macht, sind Lebensmittel, die aus künstlich hergestellten Zuckern bestehen. Dazu gehört vor allem der bekannte Haushaltszucker, Fructose-Glucose Sirup und Weißmehlprodukte. Obst dagegen wird in normalen Mengen niemals zu Übergewicht führen, wenn er in normaler Menge verzehrt wird. Auf Obst sollte man selbst beim Abnehmen auf keinen Fall verzichtet werden.

Zucker in den Muskeln

Auch Zucker in den Muskeln haben eine große Bedeutung. Hier kommt wieder Fritz ins Spiel, der sich dazu entschlossen hat, ein wenig Kraftsport zu treiben. Durch die vielen Äpfel haben Fritz Muskeln sich mit Zucker vollgeladen.

Wir erinnern uns: Die Glucose aus dem Apfel wird überall dorthin verteilt, wo der Körper es benötigt. Die Muskeln benötigen auch Glucose (Energie), um Muskelarbeit zu verrichten. Muskeln können Zucker in Form von Glykogen speichern, wie man wissen muss. Diese benötigen die Muskeln, um Muskelarbeit verrichten zu können. Das zeigt folgende Grafik. Die roten Punkte sollen zum besseren Verständnis das Glucose darstellen.

Zucker in den Muskeln

Fritz nimmt eine Hantel und beginnt mit dem Training. 17 Wiederholungen schafft Fritz. Danach merkt Fritz, dass seine Muskeln anfangen zu brennen. Je mehr Wiederholungen er schafft, desto größer wird das brennen in den Muskeln. Schließlich schafft Fritz keine einzige Wiederholung mehr. Seine Muskeln brennen sehr stark. Was passiert da gerade in den Muskeln?

Wie wir wissen, ist in den Muskelzellen Zucker in Form von Glykogen gelagert (als Energievorrat). Bei harter Muskelarbeit wird dieses Glykogen wieder in Glucose aufgespalten und als Energie genutzt. Geht die Energie zu Ende, also wird die Glucose durch das Muskeltraining verbrannt, entsteht in den Muskeln Milchsäure (Laktat). Das Brennen wird immer größer, bis der Muskel keine Wiederholungen mehr schafft. Nun ist der Zucker (Glucose) in den Muskeln verbrannt. Der Körper wird sofort neue Glucose zu den geleerten Muskeln schicken, damit diese sich wieder mit Energie füllen können. Nach einer kurzen Pause kann man so wieder mit neuer Kraft die Hanteln stemmen.

Warum ist das wichtig, wenn man abnehmen möchte? Beim Abnehmen kann Krafttraining sehr viel effektiver sein, als einfach nur die Ernährung umzustellen. Mit der regelmäßigen Entleerung der Muskeln kann verhindert werden, dass Zucker sich in Fett einlagert. Vor allem die Mahlzeit nach dem Training kann als Joker gesehen werden (Juhu)! Denn nachdem die Glucose in den Muskeln verbrannt wurde, laden diese sich nach einer Kohlenhydratreichen Ernährung wieder auf. Besonders nach einem härteren Training bis zu 45 Minuten kann man ohne ein schlechtes Gewissen so richtig essen. Die Kohlenhydrate werden nicht in Fett eingelagert. Zusätzlich ist der Stoffwechsel für den Rest des Tages erhöht. Es werden insgesamt mehr Kalorien verbrannt als sonst.

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